Auch die fünfte Woche begann zunächst wieder mit Arbeit. Aber es sollte nur eine kurze Woche werden, da es mir gestattet wurde am Freitag mit meinen Klassenkameraden zu den Cliffs of Moher zu reisen. Dennoch möchte ich auch heute gerne noch etwas über die Arbeit berichten.
Unsere Reise zu den Cliffs of Moher begann am Freitag in der Früh. Wir fuhren mit der Luas los um in das Stadtzentrum zu gelangen, in welchem unserer Reisebus auch starten sollte. Wir sind extra einige Zeit früher dagewesen um noch einen "guten" Sitzplatz im Bus zu ergattern, jedoch sollte es leider anders kommen. Wir waren also eine halbe Stunde früher an unserem von Margaret erhaltenen Treffpunkt angekommen und warteten auf unseren Bus. Als der Bus auch eine Virtelstunde später nicht erschien dachten wir nur noch, dass wir also ein langes Wochenende in Dublin haben werden... Andere Touristen sprachen uns plötzlich an und fragten auch ob wir bei der Reisegruppe XYZ wären. Dies konnten wir bestätigen, worauf die junge Frau uns berichtete, dass der Treffpunkt woanders sei, der Bus jedoch noch hier vorbeikommen soll. Also warteten wir noch weitere Minuten bis endlich der Bus eintraf.
Im Bus eingestiegen war schnell zu bemerken dass dieser voll war und wir also mit irgendwelchen Fremden zusammensaßen, was wir ja eigentlich verhindern wollten indem wir früh da waren. So fuhr man nun also einige Stunden Bus, schweigend und schlafend bis man angekommen war (mit kleinen Pausen).
Als wir in Galway angekommen waren musste ich feststellen, dass wir in Dublin eindeutig falsch waren. Galway sah wirklich sehr sauber und angenehm aus. Irgendwie war es einfach so eine irische Hafen-Stadt wie man sie sich auch vorstellt. Es war relativ überschaubar, das Zentrum wirkte sehr alt und somit gab es auch an jeder Ecke etwas historisches zu erfahren, sofern man denn wollte. Wir hatten eine kleine Führung von Donald bekommen, welcher sich auch sehr bemühte es angenehm, informativ und nicht langweilig zu gestalten, was ihm nebenbei bemerkt auch sehr gut gelungen ist. Nach der Führung ging es für uns nochmal los mit dem Bus zu den Cliffs of Moher. Wir haben den mit Abstand besten Busreiseführer bekommen den ich jeh gesehen habe.
Bei uns in Deutschland steht meist ein Reiseführer vorne und erzählt etwas sofern er auch irgendwas sieht, so zumind. meine Erfahrungen. Dieser hingegen war der Fahrer und Reiseführer, hat ohne Pause interessante Geschichten/Fakten erzählt und das ganze mit etwas Witz und nicht ansatzweise langweilig. Als wir kurz vor den Cliffs of Moher waren machten wir noch einen Stop bei "Gus O'Connor's Pub", welches ein berühmtes, traditionelles Irish-Pub ist. Hier konnten wir uns noch etwas zum Mittagessen gönnen um für die Cliffs gestärkt zu sein.
Nach einer sehr kurzen Weiterfahrt war es endlich so weit. Ein riesen Parkplatz voller Autos zierte plötzlich eine Weide zu unserer Linken. Jetzt wussten wir, dass es nicht mehr weit sein kann. Wir fuhren durch einen Bogen mit der Aufschrift "Cliffs of Moher" und kamen direkt am lokalen Touricenter an. Es war ein Gebäude mit Restaurant, Souvenir-Shop, einer Gallerie zu den Cliffs und es war in den Berg hineingebaut (zumind. sah es so aus). Es ähnelte also einer riesigen Hobbithütte!
Direkt an dem Gebäude entlang verlief ein Weg zu den Cliffs. Es war sehr windig, nass und die Luft war salzig. Wir sind am Meer angekommen! Als wir an der ersten Kreuzung des Weges standen hatten wohl alle ein Wow-Gesicht aufgesetzt, denn der Anblick war wirklich großartig. Es war wirklich beeindruckend die Klippen zu sehen, besonders wie weit diese Formation noch verlief.
Nach ein paar Fotos hatten wir also nun die Wahl. Rechts entlang -> kürzer aber aufregender, oder links enlang -> länger und unspektakulär (Empfehlung des Busfahrers). Wir entschieden uns für den Weg rechts.
Wie sich herausstellte, hatte der Busfahrer offensichtlich recht. Zuerst kamen wir an einem kleinen alten Leuchtturm an um welchen diese "Zahle 1€ und gucke 30Sekunden durch"-Fernrohre standen. Den Cliffs weiter entlang kamen wir nun zu einem Schild, welches uns darauf hinwies dass man nun Privatgebiet betrete, dieses betreten darf jedoch übernimmt der Besitzer hier keine Haftung bei irgendwelchen Schäden etc... man kennt es ja. Jedoch war die Existenz des Schildes sehr schnell nachvollziehbar. Der weitere Weg war lediglich ein Trampelpfad ohne Absperrung. Wenn man also schon genug von seinem Leben hatte, dann hätte man dieses hier mit einem freien Fall bzw. einem echt schönen Flug beenden können. Jedoch fanden wir das ganze sehr schön und wir wollten noch ein paar andere Ecken entdecken und somit machten wir uns weiter auf. Hier noch ein paar Bilder auf unserem Weg.
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| Zwei irische Klippen-Robben mit sexy Pose! |
Nachdem wir genug von den Klippen hatten Als wir dann unsere zwei Stunden an den Klippen genossen hatten ging es zurück nach Galway. Dort gingen wir direkt zu unserer Unterkunft dem "Barnacles Hostel Galway". Wir kamen in einem Zimmer unter mit acht Schlafplätzen und einem Bad (Dusche und Toilette waren räumlich getrennt). Doch da wir noch eine Pubtour mitmachen wollten, sind wir auch direkt los um diese nicht zu verpassen.
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| "Save the King! Guckt einfach cool.." |
Als wir in dem Pub "The Skeff" ankamen trafen wir unseren Pubtour-Leader Oconnor. Wir erhielten in jedem Pub welches wir besuchten einen kleinen Shot oder ein kleines Guiness. Nachdem man später erst erfahren hatte wo genau wir noch Rabatte erhalten war es auch schon mit dieses vorbei bzw. gab es nur noch einen Preisnachlass bei Zeug was eh keiner von uns anrühren wollte. Dennoch war der Abend sehr gelungen. Wir hatten Trinkspiele gespielt, andere Leute kennengelernt und etwas zu tun :). Alles in allem trauere ich dennoch dem Geld nach, welches wir für die Pub-Tour bezahlt haben nach, denn das hätte man sich auch eigentlich sparen können. Aber gut.. als wir an unserem letzten Ziel angekommen waren tranken wir noch 1-2Bier und gingen zum schlafen in unsere Unterkunft
Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindelgefühle und Orientierungslosigkeit! Genau so sah der nächste Morgen nicht aus! Das schlimme war nur, dass sich das Zimmer als zu klein herausstellte für acht Mann und nur zwei kleine Fenster, welche man nahezu garnicht öffnen konnte, da wir im Dachgeschoss waren und man so den Einfall von Regenwasser verhindern möchte.. So bin ich also sehr früh aufgewach (~3h Schlaf) und bin erstmal direkt raus aus der Schweißbude.
Frische Luft, Meeresgeräusche und eine komplett leergefegte Straße, welche ein paar Stunden zuvor noch eine der Partystraßen in Galway war. Ebenso war ich verwundert wie heftig sauber die Straße aussah. Es waren wirklich vorher so viele Menschen unterwegs und man hat davon einfach nichts gesehen. Müll lag nur im oder um den Mülleimer herum, ansonsten war alles Sauber. Dies war natürlich ein absoluter Kulturschock für mich als geborener Berliner! Ich ging erneut hoch, stellte fest dass das Frühstück eher nicht so meins ist, nahm meine Sachen, schnappte mir Flo & Henry und zogen wir los, ein wenig am Hafen entlang und bis zum Strand.
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| Irish Breakfast zum Mittag! (ich mags nicht) |
Um 10:30Uhr checkten wir aus und verbrachten uns bis 17:30Uhr die Zeit mit Einkäufen, Essen gehen und "Chillen". Als wir am Busstop auf unseren Bus warteten mussten wir feststellen dass wir erst in zwei Stunden oder so losmachen und diese Zeit hieß es nun auch wieder zu überbrücken. Also gingen wir zu einem kleinen künstlich angelegten See und ließen Steine springen :).
Vom Regen unterbrochen ging es später zurück zum Busstop und dort warteten wir wieder eine weile. Als der Bus endlich ankam ging es rein und die Augen gingen nahezu sofort zu.
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| Panorama-Bild von einem Strand in Galway (einschl. Ninja-Matzke!) |
Von dem Wochenende habe ich eine Erkältung mitgenommen und kam leider erst jetzt dazu über Woche fünf zu berichten. Es sind viele Dinge mehr geschehen welche hier nur kurz erwähnt bzw. weggelassen wurden. Ich hoffe es war trotzdem ein wenig Interessant :).
Dieses Wochenende geht es los mit drei Klassenkameraden auf Entdeckungstour in Richtung Norden. Wir machen eine eigene "Game of Thrones"-Tour und erhoffen uns davon eine Menge zu sehen und selbstverständlich die Drehorte zu finden!
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