Montag, 26. Mai 2014

Die dritte Woche

Ein Bild von Steffen
Am Dienstag habe ich endlich den dritten Mitarbeiter im Bereich des IT-Departments kennengelernt. Steffen K. ist IT System Administrator (IT Spezialist für Systemintegration) und hat ebenfalls am "Leonardo da Vinci"-Projekt teilgenommen, im Jahr 2007. Er war ähnlich wie ich einfach nur begeistert und ist nach seinem Abschluss (Fachinformatiker für Systemintegration) zurück nach Irland(Dublin) um bei Keywords International in einer Feststelle zu arbeiten. Sein Englisch ist mittlerweile sogar so gut, dass sogar James mir erzählte, dass Steffens Englisch oft besser ist als seines. :)

Jetzt sind bereits einige Jahre verstrichen und Steffen scheint ebenfalls zu einem wichtigen Bestandteil von Keywords geworden sein. Der Großteil seiner Aufgaben sind ebenfalls im direkten Support zu finden, jedoch kümmert er sich auch um wichtige Abläufe im Monitoring. Sollte er hierbei Probleme auffinden, so muss er diese schnell lösen, da es sonst zum Verzug mehrerer Kollegen bei Keywords kommen kann.



Ansonsten verlief die Arbeitswoche routiniert und es gab einiges zu tun. Zusammen mit James habe ich wieder Usern bei Problemen an ihren Arbeitsplätzen geholfen, oder wir haben Arbeitsplätze errichtet/aufgebaut. 

Ebenfalls zu erwähnen ist die Feueralarmübung welche am Mittwoch stattgefunden hat. Das Alarmsignal ertönte und ich war natürlich zunächst erschrocken. Während hinter meinem Arbeitsplatz die Brandschutztür zufiel, sprang Steffen auf, zog eine Signalweste unter seinem Schreibtisch hervor und bat uns ihm zu folgen. Natürlich war die Situation für mich wieder komisch, da es doch sehr spontan und lustig war wie bei Steffen sofort das Helferprogramm ansprang. Auf dem Weg raus ist mir aufgefallen, dass nachdem die Brandschutztür zugefallen waren es für uns nur noch einen Weg hinaus gab. Ob das im Falle eines Brandes für uns nur noch einzige zur Verfügung stehende Treppenhaut optimal ist wage ich zu bezweifeln, da natürlich auch in diesem ein Brand stattfinden könnte, jedoch gibt es auf diesem Weg noch diverse Feuerlöscher und alternativ bleibt auch noch ein Sprung aus dem Fenster (Wir befinden uns sozusagen im ersten Stock).

Als wir uns nun also alle draußen versammelten habe ich die Gelegenheit genutzt und noch ein paar Bilder der Mitarbeiter auf dem Parkplatz hinter unserem Gebäude "geschossen".


Die Menge rennt aufgebracht aus dem durch Flammen
einsturtzgefährdeten Keywords International Gebäude... ;)







Den Samstagabend verbrachte ich zusammen mit meinen Klassenkameraden, welche ebenfalls in Dublin untergekommen sind, in einem Pub(Bachelor Inn) an der O'Connell Street. Hier haben wir uns das Finalspiel der ChamionsLeague angesehen und der Großteil unserer Gruppe nahm das irische Braugut erneut genauer unter die Lupe. Ich hingegen blieb wieder einmal bei Carlsberg, denn das dunkle Fützenwasser hier sagt mir immernoch nicht zu :).
Nachdem ich mir also angucken musste wie Ronaldo sein Team siegte "Buuuuhhhh" beschlossen wir noch in einen Club zu gehen welcher ungefähr zehn Minuten Fußweg entfernt war (nähe Templebar). Als wir dort ankamen mussten wir leider festellen, dass an diesem Abend nur Gäste welche einen Namen auf der Liste errieten eingelassen wurden. Also machten wir uns enttäuscht auf den Weg in unsere Apartments. Unterwegs haben wir noch bei einer Shishabar zwischengehalten, jedoch war diese auch mehr ein Dönerladen ohne Döner und wir blieben nur 30min.

O'Connel Street und "The Spire"
"Ein Helles für mich!"
Orientalisches Walross ~.~
Wenn man mit dem Lesen fertig ist braucht man erstmal was zum trinken...



Mittwoch, 14. Mai 2014

Die zweite Woche

Nun hat endlich die zweite Woche begonnen und wir alle mussten arbeiten. Ich habe wie ich finde eines der super Lose gezogen und arbeite bei der Firma Keywords International Ireland.

Keywords ist eine Firma, welche für Spieleschmieden ihre Spiele testet und mit Bugreports etc. die Qualität der Spiele steigert. Ich speziell arbeite im Bereich des Helpdesks.


Mein Ansprechpartner und Chef ist Eric H., welcher das IT-Department leitet. Er ist ebenfalls Deutscher, jedoch kommunizieren wir nur auf Englisch, da es schließlich mein Ziel ist dieses zu verbessern. Er lebt hier bereits seit über zehn Jahren und diesen Eindruck macht er auch. Mir wurde von Margaret nicht gesagt, dass meine Kontaktperson deutsch sprechen kann und am Akzent kann ich es auch noch nicht raushören. Somit war ich sehr überrascht, als mir ein Wort nicht einfiel und er mir anbot es auf deutsch zu sagen.





Zusammen mit James, welcher ebenfalls eine Praktikumsstelle hat, jedoch für ganze neun Monate, nehmen wir somit Tickets entgegen und versuchen diese zu bearbeiten. Es kommen auch gelegentlich Kollegen aus anderen Abteilungen direkt mit Problemen vorbei, welchen wir aber selbstverständlich auch helfen.


Der ganze Betrieb ist sehr international. Viele Spiele bieten ein großes Sprachspektrum und benötigen somit viele Tester um Fehler in der jeweiligen Version zu finden. Somit trifft sich hier also die ganze Welt und testet Spiele. Mir wurde auch sehr früh gezeigt, dass es hier Sprays gibt welche die Hände desinfizieren, da man natürlich auch die Eingabegeräte der Clients benutzt und so nicht Viren aus aller Welt mit sich rumträgt.

Am ersten Tag wurde ich selbstverständlich zunächst eingewiesen und mit einigen wichtigen Dingen, welche ich wissen muss, vertraut gemacht. Hierzu gehörte ein Rundgang, einige Sicherheitssachen wie z.B. mit dem oben beschriebenen desinfizieren der Hände und dem Bekanntmachen einiger für mich wichtigen Personen.


Ich bin immer zusammen mit James unterwegs, da dieser den Großteil des direkten Supports übernimmt. Eric ist natürlich auch damit beschäftigt, jedoch muss er eben als Chef auch Sachen managen und ist somit nicht "nur" am Mängellisten abarbeiten. Ich halte James für sehr engagiert, fleißig und er arbeitet wirklich sehr routiniert. In den meisten unserer Aufgaben ist allgemeines Wissen über Konsolen, deren Synchronisation zu anderen Geräten (meistens ein Desktop-PC) sowie deren Eingabegeräte gefragt, zu mindestens bis jetzt.

Ein Teil des BurningLabs
Als ich von Eric eine Führung bekommen habe sind mir besonders die Serverräume sowie das "BurningLab" aufgefallen. Zum Serverraum möchte und kann ich leider nicht viel sagen, jedoch war es während der Erklärung sehr beeindruckend wie gewisse Dinge gehandhabt wurden. Eric hat sich wirklich sehr viel Mühe gegeben mir alles zu erklären und da er diese Räume "eingerichtet" hat war es sehr interessant zu erfahren warum er sich für die oder jene Lösung entschieden hat.

Das BurningLab fiel mir ebenfalls besonders auf, da ich solch etwas noch nie gesehen habe. Man könnte sagen es ist für nahezu jeden Datenträger, welcher für Spiele verwendet wird, etwas vorhanden. Auch gab es extra einen Tower um die Daten von USB-Sticks auf schnellstmöglichen Wege zu verbreiten (rechts auf dem Bild) und zwar auf weitere USB-Sticks. Ich finde das ist eine echt coole Idee, denn sie ist leicht und wie es der Alltag hier zeigt, sehr praktisch! Die beiden Tower links funktionieren auch als ein Konstrukt. Man legt oben (Master) im linken Tower die zu duplizierende Disc ein und die anderen Laufwerke duplizieren nun die Master-Disc.

Zu den absolut alltäglichen Aufgaben gehört es morgens (morgens bedeutet in diesem Falle 09:30Uhr) den Testern ihre Tastatur und ihre Kopfhörer zurückzugeben. Was bei mir in Deutschland auf Arbeit mit Tickets etc. verbunden ist, regelt sich hier in unterhalb einer Minute, je nachdem wie schwer der Name ist welchen man in der Datenbank eintippen muss um die Geräte ein- oder auszutragen.

Am Freitag bauen wir für ein neues Projekt die Plätze auf und ich bin schon sehr gespannt wie das alles ablaufen wird. Und natürlich für wen :)


Das einzige was wirklich doof ist, ist der lange Anfahrtsweg. Man ist also früh aus dem Apartment raus und spät erst wieder da. So bleibt Zeit für Abendbrot, ein Film und die nächtliche Falle.
Jedoch bin ich mir sicher, dass es wohl die zwei Monate auszuhalten ist, schließlich macht mir die Arbeit Spaß, die Zeit vergeht schneller und um so eher bin ich wieder in Berlin :)


UPDATE

Am Samstag war ich noch mit einem meiner Mitbewohner (Henry) ein wenig in Dublin unterwegs. Wir wollten mal den östlichen Teil von Dublin sehen und somit auch den Hafen. Wir fuhren also mit der LUAS zu "The Point"(die östlichste Haltestelle). Dort gab es einige interessante und vorallem moderne Sachen zu sehen. Viele große Namen haben dort ganze Gebäude und viele weitere bauen dort noch derzeitig.

Hier aber noch ein paar Bilder entlang des River Liffey, welcher im Irischen Meer mündet.



(Wer das ließt kann die Augen offen halten - hier werden noch Bilder hinzugefügt)




Samstag, 10. Mai 2014

Die erste Woche

Mein erster Tag begann natürlich am Flughafen am 03.Mai 2014. Dort zusammen mit meinen Eltern angekommen traf ich am Eingang auf Henry. Gemeinsam warteten wir auf die anderen Mitschüler und es ging zum Check-In. Nachdem dies alles nahezu problemlos geschah warteten wir in einem gläsernen Raum auf unsere Maschine. Als sie endlich eintraf, erkennbar am großen Kleeblatt am Heck des Flugzeugs, war die Vorfreude wirklich groß.

Als ich nun im Flugzeug saß und das Flugzeug anfing zu rollen war ich wirklich extrem aufgeregt. Das Flugzeug kam schließlich am Runway an und es ging los. Es beschleunigte so schnell, dass wir in die Sitze nahezu gepresst wurden und der Flug nach Dublin begann mit einem gefühlten Senkrechtstart :).

Der Flug war sehr angenehm trotz der relativ langen Flugdauer von zwei Stunden. Es war lustig anzusehen, wie wir nahezu freie Sicht auf Deutschland hatten und es bis hin nach Dublin immer dichter wurde.


Deutschland vs Irland      

Die Landung am Dublin Airport erfolgte recht plötzlich, da wir auf das dichte Wolkenmeer zugeflogen sind und plötzlich schon auf der Landebahn waren.
Wir sammelten uns alle und gingen gemeinsam zu unserem Reisegepäck. Hier war ich der letzte mit seinem Koffer, da ich vergessen hatte dass ich ein buntes Band, welches zu schnellen Erkennung diente, um meinen Koffer hatte und dieser somit erstmal ein paar runden drehen durfte. :)

Die Fahrt zum Apartment nahmen wir mit einem kleinen Reisetransporter auf, welcher von dem Mann gefahren wurde welcher uns auch am Ausgang abgeholt hatte. Er lieferte zuerst die Mitschüler ab, welche in den Gastfamilien lebten. So kamen wir also noch etwas rum und konnten bereits viel von Dublin sehen

In den Apartments angekommen erlebten wir auch direkt unseren ersten Schock. Der Zustand der Apartments war vielleicht nicht katastrophal, jedoch kam es diesem doch recht nah. Die Möbel waren dreckig oder etwas kaputt, die Laken waren dreckig und die Küchengeräte waren in einem Zustand, welchen ich hier nicht weiter erläutern möchte. Wir fertigten sofort eine Mängelliste an in der Hoffnung, dass der Großteil der Schäden beseitigt wird und wir neue Sachen erhalten.. was auch am Freitag geschah.. :).

In der Zwischenzeit gingen wir öfters raus und lernten die Stadt etwas kennen. Ebenso erledigten wir diverse Einkäufe und mussten auch sehr schnell feststellen, dass es im großen und ganzen deutlich teurer ist als in Deutschland.

Am besagten Freitag gingen wir nach der Sprachschule welche von Dienstag bis Freitag zwischen 9Uhr-13Uhr stattfand noch auf einen Besuch in der Guiness-Brauerei. Hier gab es viel zur Geschichte und der Herstellung des Bieres zu sehen, jedoch war dies nur der Schatten zur anschließenden Verkostung hoch oben über Dublin ;)!