Mittwoch, 14. Mai 2014

Die zweite Woche

Nun hat endlich die zweite Woche begonnen und wir alle mussten arbeiten. Ich habe wie ich finde eines der super Lose gezogen und arbeite bei der Firma Keywords International Ireland.

Keywords ist eine Firma, welche für Spieleschmieden ihre Spiele testet und mit Bugreports etc. die Qualität der Spiele steigert. Ich speziell arbeite im Bereich des Helpdesks.


Mein Ansprechpartner und Chef ist Eric H., welcher das IT-Department leitet. Er ist ebenfalls Deutscher, jedoch kommunizieren wir nur auf Englisch, da es schließlich mein Ziel ist dieses zu verbessern. Er lebt hier bereits seit über zehn Jahren und diesen Eindruck macht er auch. Mir wurde von Margaret nicht gesagt, dass meine Kontaktperson deutsch sprechen kann und am Akzent kann ich es auch noch nicht raushören. Somit war ich sehr überrascht, als mir ein Wort nicht einfiel und er mir anbot es auf deutsch zu sagen.





Zusammen mit James, welcher ebenfalls eine Praktikumsstelle hat, jedoch für ganze neun Monate, nehmen wir somit Tickets entgegen und versuchen diese zu bearbeiten. Es kommen auch gelegentlich Kollegen aus anderen Abteilungen direkt mit Problemen vorbei, welchen wir aber selbstverständlich auch helfen.


Der ganze Betrieb ist sehr international. Viele Spiele bieten ein großes Sprachspektrum und benötigen somit viele Tester um Fehler in der jeweiligen Version zu finden. Somit trifft sich hier also die ganze Welt und testet Spiele. Mir wurde auch sehr früh gezeigt, dass es hier Sprays gibt welche die Hände desinfizieren, da man natürlich auch die Eingabegeräte der Clients benutzt und so nicht Viren aus aller Welt mit sich rumträgt.

Am ersten Tag wurde ich selbstverständlich zunächst eingewiesen und mit einigen wichtigen Dingen, welche ich wissen muss, vertraut gemacht. Hierzu gehörte ein Rundgang, einige Sicherheitssachen wie z.B. mit dem oben beschriebenen desinfizieren der Hände und dem Bekanntmachen einiger für mich wichtigen Personen.


Ich bin immer zusammen mit James unterwegs, da dieser den Großteil des direkten Supports übernimmt. Eric ist natürlich auch damit beschäftigt, jedoch muss er eben als Chef auch Sachen managen und ist somit nicht "nur" am Mängellisten abarbeiten. Ich halte James für sehr engagiert, fleißig und er arbeitet wirklich sehr routiniert. In den meisten unserer Aufgaben ist allgemeines Wissen über Konsolen, deren Synchronisation zu anderen Geräten (meistens ein Desktop-PC) sowie deren Eingabegeräte gefragt, zu mindestens bis jetzt.

Ein Teil des BurningLabs
Als ich von Eric eine Führung bekommen habe sind mir besonders die Serverräume sowie das "BurningLab" aufgefallen. Zum Serverraum möchte und kann ich leider nicht viel sagen, jedoch war es während der Erklärung sehr beeindruckend wie gewisse Dinge gehandhabt wurden. Eric hat sich wirklich sehr viel Mühe gegeben mir alles zu erklären und da er diese Räume "eingerichtet" hat war es sehr interessant zu erfahren warum er sich für die oder jene Lösung entschieden hat.

Das BurningLab fiel mir ebenfalls besonders auf, da ich solch etwas noch nie gesehen habe. Man könnte sagen es ist für nahezu jeden Datenträger, welcher für Spiele verwendet wird, etwas vorhanden. Auch gab es extra einen Tower um die Daten von USB-Sticks auf schnellstmöglichen Wege zu verbreiten (rechts auf dem Bild) und zwar auf weitere USB-Sticks. Ich finde das ist eine echt coole Idee, denn sie ist leicht und wie es der Alltag hier zeigt, sehr praktisch! Die beiden Tower links funktionieren auch als ein Konstrukt. Man legt oben (Master) im linken Tower die zu duplizierende Disc ein und die anderen Laufwerke duplizieren nun die Master-Disc.

Zu den absolut alltäglichen Aufgaben gehört es morgens (morgens bedeutet in diesem Falle 09:30Uhr) den Testern ihre Tastatur und ihre Kopfhörer zurückzugeben. Was bei mir in Deutschland auf Arbeit mit Tickets etc. verbunden ist, regelt sich hier in unterhalb einer Minute, je nachdem wie schwer der Name ist welchen man in der Datenbank eintippen muss um die Geräte ein- oder auszutragen.

Am Freitag bauen wir für ein neues Projekt die Plätze auf und ich bin schon sehr gespannt wie das alles ablaufen wird. Und natürlich für wen :)


Das einzige was wirklich doof ist, ist der lange Anfahrtsweg. Man ist also früh aus dem Apartment raus und spät erst wieder da. So bleibt Zeit für Abendbrot, ein Film und die nächtliche Falle.
Jedoch bin ich mir sicher, dass es wohl die zwei Monate auszuhalten ist, schließlich macht mir die Arbeit Spaß, die Zeit vergeht schneller und um so eher bin ich wieder in Berlin :)


UPDATE

Am Samstag war ich noch mit einem meiner Mitbewohner (Henry) ein wenig in Dublin unterwegs. Wir wollten mal den östlichen Teil von Dublin sehen und somit auch den Hafen. Wir fuhren also mit der LUAS zu "The Point"(die östlichste Haltestelle). Dort gab es einige interessante und vorallem moderne Sachen zu sehen. Viele große Namen haben dort ganze Gebäude und viele weitere bauen dort noch derzeitig.

Hier aber noch ein paar Bilder entlang des River Liffey, welcher im Irischen Meer mündet.



(Wer das ließt kann die Augen offen halten - hier werden noch Bilder hinzugefügt)




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